Aktien New York: Anleger quittieren Trumps Zölle mit Ausverkauf
NEW YORK (dpa-AFX) - Mit Aktienverkäufen in großem Stil haben Investoren am Donnerstag auf ebenso umfangreiche wie hohe Importzölle der Regierung Trump reagiert. Der Leitindex Dow Jones Industrial
Noch größer waren die Verluste an der von großen Technologietiteln geprägten Nasdaq-Börse. Der Nasdaq 100
Der S&P 500
US-Präsident Donald Trump sagt mit einem gewaltigen Zollpaket Handelspartnern auf aller Welt den Kampf an. Seine Regierung führt neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus allen Ländern ein. Für viele Staaten sollen je nach Handelsdefizit deutlich höhere Strafabgaben greifen. Auf Einfuhren aus Deutschland und anderen Staaten der Europäischen Union in die USA sind demnach neue Zölle in Höhe von 20 Prozent vorgesehen.
Anleger weltweit befürchten nun, dass die Weltwirtschaft schweren Schaden nehmen könnte - und auch die in den USA selbst, da die Preise steigen dürften, weil viele Konsumgüter durch die Zölle teurer werden. "Damit kommt es zu einem schwierigen Spagat für die US-Notenbank", folgerte Thomas Gitzel von der VP Bank. Auf der einen Seite dürften die Inflationsraten durch die Zölle steigen, auf der anderen Seite drohe die US-Wirtschaft selbst unter der Zolllast merklich abzukühlen.
Den Anlagestrategen der Bank UBS zufolge könnte das reale Bruttoinlandsprodukt der USA in diesem Jahr um 1,5 bis 2 Prozentpunkte sinken, während zugleich die Inflation auf fast 5 Prozent steigen könnte, falls die Zölle nicht bald zurückgenommen werden. Es passte ins Bild, dass am Donnerstag eine Umfrage im wichtigen US-Dienstleistungssektor deutlich schwächer ausfiel als erwartet.
Die ohnehin schon große Verunsicherung dürfte nun noch zunehmen, da Trumps Politik die Finanzmärkte starken Schwankungen aussetzt. So geriet am Devisenmarkt der US-Dollar gegen alle wichtigen Währungen unter Druck. "Offenbar sehen Anleger vor allem Risiken für die USA", schrieben die Devisenexperten von Dekabank. Anleger flüchten in als sicher geltende Assets wie Staatsanleihen. Zehnjährige US-Papiere erreichten am Donnerstag den höchsten Stand seit Oktober vergangenen Jahres.
Unter den "Glorreichen Sieben", den sieben größten und bedeutendsten Tech-Unternehmen, gab es nur Verlierer. Am stärksten ging es für Apple
Alphabet
Die Kurse von Chipherstellern brachen ein, die Papiere großer Produzenten wie Microchip Technology
Aber auch anderen Branche mit globalen Lieferketten gerieten unter die Räder. Im Leitindex Dow traf es den Baufahrzeughersteller Caterpillar
Ebenfalls betroffen waren Konsumgüterproduzenten und Bekleidungshersteller wie Nike