Orlopp mahnt Unicredit: 'Wir sollten es nicht vermasseln'
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die vor der Übernahme stehende Commerzbank
Mit der italienischen Unicredit, die sich Zugriff auf fast 50 Prozent der Commerzbank-Anteile gesichert hat, habe der Frankfurter Dax
Widerstand gegen Orcels Sparpläne
Unicredit-Chef Andrea Orcel, dessen Haus in Deutschland bereits mit der Hypovereinsbank vertreten ist, sieht Potenzial für Milliardeneinsparungen inklusive des Abbaus Tausender Stellen. Der Manager will zudem das Auslandsnetz der Commerzbank beschneiden, was deren Management ablehnt. Orcel hatte indirekt bereits mit der Absetzung des Commerzbank-Vorstands gedroht, sollte er seine Vorstellungen nicht durchsetzen können.
Auf die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft antwortete Orlopp, die einen Vertrag bis 2029 hat: "Solange man sich über Strategie und Weg nach vorn einig ist, ist das eine gute Basis."
Wie verhält sich der Bund?
Der Bund, dessen Aktienverkauf im September 2024 zum Einfallstor für die Unicredit wurde, hat mit seinen verbliebenen gut zwölf Prozent Anteil ein Wort mitzureden. Die Beteiligung ist eine Folge der Finanzkrise 2008/2009, als der Staat die Commerzbank mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrte. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat Orcel für den 14. September zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen./ben/als/stw/DP/jha