ROUNDUP: Cewe kauft wieder eigene Aktien zurück - Kurs zieht an
OLDENBURG (dpa-AFX) - Der Fotodienstleister Cewe
In der Frühe ging es für das Papier um fast 4 Prozent aufwärts. Damit endet vorerst ein mehrtägiger Kursrückschlag, nachdem die Aktie noch Anfang September bei 110 Euro ein Hoch seit mehr als zwei Jahren erreicht hatte. Aktuell kostet ein Papier nun wieder 109,80 Euro.
Unternehmen kaufen eigene Aktien oft zur Pflege des eigenen Aktienkurses zurück. Ihr Auftritt selbst als Akteur am Markt soll die Attraktivität der Aktie erhöhen. Zudem sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien, sodass sich Gewinn und Dividende rechnerisch auf weniger Papiere verteilen.
Cewe will laut aktueller Mitteilung die Aktien für jene Zwecke einsetzen, für die bereits 2022 die Hauptversammlung eine Ermächtigung erteilt habe. Konkreter wurde das Unternehmen vorerst nicht. Seinerzeit hatten die Aktionäre dem Konzern den Erwerb von bis zu 10 Prozent eigener Aktien genehmigt.
In den Folgejahren hatte der Konzern regelmäßig Aktienrückkaufe beschlossen. Das letzte Programm im Volumen von bis zu 20 Millionen Euro war von August 2025 bis April dieses Jahres gelaufen.
Parallel zu den Aktienrückkäufen richtet sich Cewe derzeit strategisch neu aus. So verkaufte das Unternehmen inzwischen seinen kommerziellen Online-Druck an den Druckspezialisten Cimpress, um sich noch stärker auf das Kerngeschäft mit dem Fotofinishing zu konzentrieren.
Im Juli kündigten die Niedersachsen zudem den Erwerb von Kodak Moments Retail Photo Solutions von Kodak Alaris für rund 72 Millionen Euro an. Mit dem Zukauf treibt Cewe die internationale Expansion seines Sofortfoto-Geschäfts in wichtige Märkte wie die USA, Kanada, Mexiko und Australien voran. Das übernommene Unternehmen betreibt insgesamt in 54 Ländern ein Sofortfoto-Geschäft mit der Marke Kodak Moments./tav/lew/stk