AKTIEN IM FOKUS: Tech-Werte schwächeln wegen Asien-Vorgaben und OpenAI-Pause
FRANKFURT/SHANGHAI/SEOUL (dpa-AFX) - Europäische Technologiewerte sind am Montag in etwas geringerem Umfang den Branchenverlusten in Fernost gefolgt. Vor allem auf dem chinesischen Festland und in Südkorea zeigten sich Technologiewerte nach einem Medienbericht schwach, wonach die chinesischen Behörden den Kauf neuer Nvidia
In Seoul war der Kurs der Aktie des Chipherstellers SK Hynix
Experten zufolge wird am Montag das KI-Ausbautempo generell wieder etwas mehr hinterfragt. Zum Thema wurde auch, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt hat. Außerdem blieb die Börsenstimmung am Montag anfällig für schlechte Nachrichten aus Nahost, wo die Fronten verhärtet bleiben.
Laut dem Marktbeobachter Andreas Lipkow von CMC Markets bekommt "die bislang so robuste KI-Story erneut Risse" wegen der OpenAI-Trainingspause. Anlegern stellen sich wieder einmal die Fragen, ob sich die enorme Wachstumsgeschwindigkeit der vergangenen Jahre tatsächlich fortsetzen lasse oder ob die Entwicklung nicht bewusst verlangsamt werden müsse.
Als Belastung vor allem für die Tech-Kurse in China galt ein Bericht des Nachrichtenportals "The Information", wonach die chinesische Regierung das Signal gegeben haben soll, dass heimischen Unternehmen wie dem Online-Handelsriesen Alibaba
Nvidia sieht sich beim Verkauf seiner Chips nach China sowohl mit US-Exportbeschränkungen als auch mit Restriktionen aus Peking konfrontiert. Hintergrund ist ein Geflecht bilateraler Spannungen, das von Sicherheitsfragen bis hin zum Wettbewerb im Bereich der künstlichen Intelligenz reicht. Die US-Regierung hat kürzlich die Beschränkungen für einige Nvidia-Chips aufgehoben, allerdings eher für Chips älterer Generationen.
Die USA und China näherten sich zuletzt politisch wieder etwas an. Chinas Staatschef Xi Jinping war am vergangenen Mittwoch zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Washington gereist und US-Präsident Donald Trump hat mittlerweile eine Gegeneinladung angenommen. "Wir werden uns im November erneut in China treffen und anschließend im Dezember beim G20-Gipfel in Miami, Florida", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit./tih/ck/stk